Tinnitus - Körper und Psyche

Das LUMOMED Therapie Zentrum und ich bieten auf Grund der hohen Nachfrage des Rhein Main Gebietes eine umfassende körperliche und psychische Abklärung zum Tinnitus-Syndrom.

Dazu gehören ein ausführliches Anamnesegespräch, eine umfassende Psychoedukation (Aufklärung), der daraus resultierende Therapieplan sowie die individuell zugeschnittene psychologische und systemische Beratung

Die holistische (ganzheitliche) Betrachtungsweise von Körper, Geist und Seele ist meines Erachtens ein wichtiger Aspekt, um wieder in unsere gewünschte Balance zu gelangen.

Tinnitus - Perspektivische Lösung - Carmen Macharzina

Tinnitus und unser Gehör

Unsere Ohren sind wunderbare Sinnesorgane. Leider schenken wir ihnen nicht viel Beachtung. Wie so vieles im Leben, fällt uns erst bei einem Mangel z.B. durch vermindertes Hörvermögen auf, dass sich etwas Wesentliches in unserem Körper verändert hat und wir uns vielleicht darum kümmern sollten. Unseren Augen hingegen gönnen wir jede Nacht, durch einfaches Schließen dieser, die notwendige Erholung. Auditive Reize dringen hingegen permanent an unser Ohr, ob wir es nun wollen oder nicht. Beobachten Sie einmal Kinder auf einem Bahngleis wenn ein Zug einfährt: sie halten sich die Ohren zu, um dem Lärm zu verringern. Wir Erwachsene haben diesen einfachen Schutzmechanismus verlernt oder bemerken gar nicht mehr, wann es für uns ein Zuviel an Lärm ist. Oder aber wir bemerken, dass wir gereizt sind, führen es aber nicht auf den uns umgebenden Lärm zurück. Da reicht manchmal ein falscher Satz zur falschen Zeit und wir explodieren.

Und befinden wir uns in der Natur zur Erholung, z.B. zum Spazieren gehen, Fahrrad fahren, joggen, etc. beschallen wir uns selbst über Kopfhörer mit Musik anstatt die Ruhe und Stille zu genießen.

Tinnitus und mögliche Ursachen

In der westlichen Welt verlernen wir Menschen immer mehr sich mit uns selbst auseinanderzusetzen. Eine kontinuierliche Beschallung durch Musik, TV, laute Gespräche in schlecht gedämmten Restaurants, Konzerte, Sportveranstaltungen und viele andere social events bringen uns dazu stets im Außen zu sein. Wir verlernen zunehmend unsere Fähigkeit, das „sich-selbst-spüren“. In Lebensphasen in dem wir in unseren Anspannungs-Phasen genügend Entspannungs-Phasen einbauen, befinden wir uns körperlich und seelisch noch in der Balance. Ein Zuviel an Anspannung kann uns durch privaten oder beruflichen Stress in Bedrängnis bringen. Auch hier ist unser Körper oft noch sehr präzise und sendet uns in Form von körperlichen Symptomen wie z.B. Muskelverspannung, Erschöpfung, Schlaflosigkeit, etc. Warnsignale. Manchmal nehmen wir diese wahr und kümmern uns um die benötigten Erholungsphasen. Oft jedoch kommen diese Symptome ungelegen: vielleicht muss ein Angehöriger gepflegt werden, ein berufliches Projekt zum Abschluss gebracht werden oder es sind einfach zu viele Anforderungen auf einmal und unsere subjektive Wahrnehmung oder gar unser Perfektionismus möchte diese erst zum Abschluss bringen und erst danach kümmern wir uns um unsere Gesundheit. Durch die kontinuierliche Unterdrückung verwirren wir unsere Selbstwahrnehmungsfähigkeit und die notwendige Abgrenzung schaffen wir dadurch nicht mehr. Darüber hinaus meldet sich noch unser Selbstwertgefühl, warum wir hier nicht mehr das zu erfüllende Pensum schaffen. Die sogenannte Negativspirale bahnt sich an.

Heutzutage werden sogar spezielle Urlaubsreisen angeboten, um die Teilnehmer wieder zurück in ihre Selbstwahrnehmungsfähigkeit, wieder zurück ins spüren und damit wieder zu sich selbst zu finden: Der Mensch in der Natur mit Verpflegung ohne irgendwelche Ablenkungen oder technisches Entertainment. Die Fähigkeit wieder zu erlernen, sich nur mit sich selbst und der Natur auseinanderzusetzen also sich selbst auch wieder aushalten zu können. Ein Beispiel: FlugbegleiterInnen berichten vermehrt, dass frisch verheiratete Ehepaare von kleinen idyllischen Inseln auf dem Rückflug eher verstritten als erholt zurückkehren. Die betroffenen Urlauber bestätigen, dass sie sich nach dem großen Vor-Urlaubsstress sehr auf eine ruhige kleine Insel gefreut hätten. Aber nach nur 3 Tagen wussten sie meist schon gar nichts mehr mit sich anzufangen und der Streit mit dem Partner war quasi vorprogrammiert. Nach eigenen Aussagen war es für sie leichter dem Partner die Schuld für die eigene Langeweile zu geben anstatt sie bei sich selbst zu suchen. Fazit: Die benötigte Urlaubsruhe, auf die wir uns so gefreut haben und die unser Körper zur Erholung und zur Regeneration benötigt, können wir oftmals durch den vielen Lärm und der Dauerbeschallung im Alltag gar nicht mehr genießen. 

Diese o.g. Beispiele veranschaulichen, was unser Gehör heutzutage alles leisten muss.

Tinnitus und Erstmaßnahmen

Neben einer sorgfältigen körperlichen Untersuchung ist es ganz wichtig die Ohren zu schützen. Und zwar mit Gehörschutzstöpsel. Wenn z.B. ein Arm verletzt ist, wird dieser zur Genesung auch mit einem Verband oder Gips geschützt. Jeglichen Lärm gilt es nun zu vermeiden. Der Gehörschutz mag am Anfang ungewohnt sein, weil die körpereigenen Geräusche vermehrt wahrgenommen werden. Hörgeräteakustiker bieten heutzutage individuell angepassten Gehörschutz mit verschiedenen Dämmwerten an. 

Meine persönliche Meinung ist, dass gerade das körperliche „nach-innen-richten“ in dieser Phase die Genesung positiv beeinflusst. Denn wenn sich unser Perspektive nach innen richtet werden wir uns nun auch wieder vermehrt mit uns selbst auseinander setzen. Diese Aufmerksamkeit, die wir nun dem Innenohr zukommen lassen, sollte ohne Groll passieren. Wir sollten nicht vergessen was unser Gehör bisher für uns geleistet hat. Eine andere Betrachtungsweise wäre zu fragen, was das Symptom Tinnitus in diesem Lebensabschnitt für uns macht. Uns natürlich anhält in die Ruhe zu kommen. Und durch diese Krise, mutig den ersten Schritt in einen Veränderungsprozess und eine damit verbundene Selbstreflexion zu gehen. Retrospektiv betrachtet kann eine solche Lebensphase uns Wahrheit, Lebendigkeit und Authentizität bringen.

Tinnitus und Therapien

Tinnitus Betroffene berichten, dass der ganzheitliche Ansatz von Körper, Geist & Seele bei Tinnitus essentiell ist, um wieder mehr Lebensqualität zurückzuerlangen. Diesen Gedanken kann ich nur bestätigen.

Denn auch ich war vor vielen Jahren eine Tinnitus Betroffene durch einen Hörsturz und hatte ein vermindertes Hörvermögen. Ich hatte „Glück im Unglück“ wie der Volksmund so gern sagt und habe durch eine Empfehlung das Therapiezentrum für Innenohrerkrankungen in Baden-Baden gefunden. Nach einem ausführlichen Gespräch mit Herrn Kaiser, dem Inhaber des Therapiezentrums und einer sorgfältigen Untersuchung des betroffenen Innenohrs habe ich mich für eine zweiwöchige Kur vor Ort entschieden. Herr Kaiser besitzt ein umfangreiches Wissen zu Innenohrerkrankungen und so haben wir auch über Ernährung, Allergien und Ursache, die zu meinem Tinnitus geführt hat, gesprochen. Nach einigen Erfahrungen mit anderen Medizinern fühlte ich mich hier zum ersten Mal verstanden, gesehen und „play on words“ gehört. Der vorgeschlagene Therapieansatz machte für mich und meinen Ehemann sehr viel Sinn. Mein Hörvermögen hat sich durch die LUMOMED Laser Therapie schon kurz danach signifikant verbessert und sogar nach über 10 Jahren bin ich noch immer Tinnitus-beschwerdefrei. Jemand der auch von Tinnitus betroffen ist, weiß sicherlich wie erheblich sich dadurch die Lebensqualität verbessert und kann sicherlich meine Euphorie über meinen Behandlungserfolg verstehen. 

Die LUMOMED Laser Therapie ist somit, meiner persönlichen Meinung und Erfahrung nach, aktuell der innovativste Therapieansatz. Lesen Sie hier gern mehr zur
LUMOMED Laser Therapie. 

Eine Ergänzung zur der o.g. körperlichen Behandlungsform für Tinnitus ist ein systemisches Tinnitus-Coaching, welches ich in meiner Praxis anbiete. Als ehemalige Tinnitus Betroffene habe ich dazu ein individuelles Behandlungsprogramm entwickelt unter dem Aspekt der ganzheitlichen Betrachtung von Körper und Psyche. Ein Heilungsprozess besteht eben aus vielen kleinen Schritten.

Lesen Sie hier mehr zu meinem
Tinnitus-Trainingsprogramm. 

Herr Kaiser und ich bieten auf Grund der hohen Nachfrage auch gemeinsame Infoveranstaltungen zu Innenohrerkrankungen an. Sprechen Sie mich gern dazu an: 
Kontaktdetails.

Tinnitus und seine Akzeptanz

Wie erkläre ich jemanden, wie sich der Ton anhört? Wie können Außenstehende nachempfinden, wie viel Energie Tinnitus rauben kann? Dass ein Durchschlafen durch die ständige Kapelle im Ohr oft nicht möglich ist? Wie kann ich Familie und Freunden begreiflich machen, dass ich manchmal Ruhe benötige obwohl ich nicht krank bin? Um hier nur einige Fragen zu nennen, mit denen sich ein Tinnitus-Betroffener zusätzlich zu seinen körperlichen Symptomen auseinander setzen muss. Authentizität kann hier ein möglicher Schlüssel sein: Gehen Sie mit ihren Bedürfnissen ganz offen um. Lassen Sie Ihre Familie, Freunde und Kollegen nicht außen vor. Erklären Sie Ihnen, wie sie sich fühlen. Sie werden manchmal genau wie ich überrascht sein, wie aufgeschlossen ihre Mitmenschen ihren offenen Umgang mit Tinnitus wertschätzen. Und darüber hinaus wie häufig sich mit anderen Tinnitus Betroffenen ein interessanter Erfahrungsaustausch, wenn nicht sogar, wie auch bei mir, hilfreiche Behandlungsansätze daraus ergeben können. Genau wie in meinem Bericht über Burnout Phasen sind es meist ganz besondere Menschen, die eine Innenohrerkrankung oder auch ein Burnout erleiden. Menschen, die viel geben, ein Nein als Herausforderung betrachten und dadurch sehr viel Wertschätzung im sozialen wie auch beruflichen Kontext erfahren dürfen.

Wie vieles im Leben, kommt es auch hier auf die richtige Dosis an: Stress muss nicht nur negativ sein, er kann zu überdurchschnittlichen Leistungen anspornen. Erst das Zuviel macht krank! Und hier gilt es unter professioneller Anleitung herauszufinden, was individuell „Zuviel“ heißt und wie Betroffene ihre Work-Life-Balance dauerhaft erhalten können.

Dieser Text ist aus meiner persönlichen Lebenserfahrung entstanden und hat mich dazu veranlasst mich auch auf beruflicher Ebene intensiv mit dem Thema Tinnitus auseinanderzusetzen. Im besten Fall habe ich Ihnen einige neue Perspektiven zum Thema Tinnitus offerieren können.

Perspektiven entwickeln. Lösungen erkennen.

Menschen auf dem Weg zu sich selbst zu begleiten,
das ist für mich mehr als ein Job. Es ist meine Berufung.

Psychologische Beratung Hofheim

Carmen Macharzina
Psychologische Beraterin & Systemische Familientherapeutin

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